Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V.

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Präsidentin: Kristina Dyckerhoff

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Sternritt am 13.10.19

Rekordbeteiligung beim Sternritt bei 25 Grad

„Es war richtig viel los! Wir haben unglaublich viele Pferde und Reiter vor dem Jagdschloss begrüßt und es waren sehr viele Zuschauer, Radfahrer, Wanderer, Pilze Sammler da. Es war wirklich enorm viel los und ein grandioser Tag.“ Die Präsidentin des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs (WRFC), Kristina Dyckerhoff, schwärmt und freut sich immer noch. Der 13. Oktober war nicht nur ein goldener Oktober-Sonntag, es war auch ein wundervoller Sternritt-Tag.

Zum zwölften Mal hatte der WRFC zum Sternritt geladen, 140 Pferde hatten sich mit ihren Reitern und Fahrern auf den Weg zum Jagdschloss Platte gemacht. Braune, Schimmel, Rappen, Füchse und Schecken, kleine, große und auch ein paar sehr große Pferde waren dabei. Sie kamen geritten, gefahren und geführt. Und sie kamen aus allen Richtungen – aus dem Rheingau und dem Taunus, aus Flammersfeld bei Siegen, Frankfurt-Sindlingen, Schlangenbad-Bärstadt und dem Wiesbadener Umkreis. Anreisewege von bis zu vier Stunden nahmen viele Sternreiter und -fahrer in Kauf – nein – sie haben diese Reise mit ihren Pferden sogar absolut genossen. Eine Abordnung der Ranzengarde Mainz war ebenso dabei wie die Johanniter Reiterstaffel. Einer, der zum WRFC-Sternritt genauso gehört, wie der WRFC selbst, ist der Kutschfahrer Theo Bopp aus Mainz. Jedes Jahr fährt er mit seiner Frau und seinem Zweispänner aus Mainz-Gonsenheim an.

Gemeindereferent Andreas Schuh vom katholischen Pfarramt St. Bonifatius hat die Andacht gehalten und danach mit Unterstützung von Pastoralreferentin Jutta Fechtig-Weinert alle Reiter und Pferde gesegnet. Das allein war schon eine enorme Aufgabe, die beide mit großer Hingabe erfüllten. Und dann schlossen sich noch sehr viele Zuschauer, einige mit ihren Hunden, an und ließen sich ebenfalls segnen. Es war eine innige, eine intensive wunderbare Stimmung vor dem Jagdschloss Platte.

Zum ersten Mal nahm das Wiesbadener Reiterleben die Ehrung der erfolgreichsten Reiter und Vereine im Rahmen des WRFC-Sternritts vor – genauer: im Jagdschloss Platte beim Konzert von den Bläsern des Kreisjägervereins Groß-Gerau, das jedes Jahr zum Abschluss des Sternritts an diesem besonderen Ort stattfindet. Die Auswertung von den Erfolgen der angeschlossenen Wiesbadener Reitsport-Vereine und Organisatorin der Ehrung war die Herausgeberin des 'Wiesbadener Reiterlebens', Friedericke Stritter vom WRFC. Sie war von dieser Premiere begeistert: „Das Ambiente war sehr schön. Ich habe den Eindruck, dass es auch den Reitern sehr gut gefallen hat. Sie waren teilweise noch nie da oben im Jagdschloss.“ Erfolgreichster Verein des Jahres wurde der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club vor dem Reit- und Fahrverein Wiesbaden-Erbenheim 1925.
Der WRFC-Sternritt ist in zwölf Jahren zu einem traditionellen Herzstück regionaler Pferdefans geworden – ein wunderbarer Tag der Partnerschaft zwischen Mensch, Pferd und Natur.

 

2020

Lehrgangspremiere mit Jörg Oppermann

Immer die richtigen Tipps

Vom 14-jährigen Mädchen bis zum Mittvierziger, vom E-Niveau-Reiter bis zum erfahrenen Amateur auf dem Sprung in die Klasse S – allesamt klebten an seinen Lippen und sogen jeden seiner Tipps wissbegierig auf. Die WRFC-Lehrgangs-Premiere mit Jörg Oppermann war ein voller Erfolg.

Erstmals hat der Wiesbadener Reit- und Fahr-Club (WRFC) einen Springlehrgang auf dem Hofgut Adamstal angeboten. Der Gedanke: „Wir wollten den Turnierreitern unseres WRFC, aber auch Reitern aus befreundeten Vereinen damit ein besonderes Angebot machen – als Input für ihr Training und als Vorbereitung für die kommende Saison“, erklärt WRFC-Vorstandsmitglied Joachim Weiß. Wegen Corona war die Turniersaison 'anders', aber der zweitägige Lehrgang konnte Ende Februar wie geplant durchgeführt werden. Weiß und Peter Reichel, Aktivensprecher des WRFC, haben diese Lehrgangspremiere organisiert und waren begeistert: „Jörg kann sich auf jeden Reiter zu 100-Prozent einstellen, egal welches Alter und welches Niveau. Er hat immer die richtigen Ideen und Tipps.“ Für beide Organisatoren und für alle Teilnehmer stand direkt nach dem Lehrgang fest: 2021 soll die Wiederholung auf dem Programm stehen.

 

 

Prickelnd ins neue Jahr

Zu Beginn des Jahres hatte der WRFC seine Mitglieder zum Neujahrsempfang unter dem Motto „Prickelnd ins Neue Jahr“ ins Biebricher Schloss eingeladen. Der Vorstand des WRFC freute sich: Sieben Mitglieder des WRFC feierten in diesem Jahr ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum: Stefan Rau, Frank Rothenberger, Axel Assmus, Stefan Wirth, Dr. Gerhard Obermayr, Dr. Gabriele Fünfrock und Brigitte Krennrich. Die sieben Jubilare waren der Einladung ins Schloss gefolgt und empfingen dort ihre Jubiläums-Ehrung aus den Händen von Dyckerhoff und Rahn.  Außerdem wurden die erfolgreichsten Vereinsmitglieder geehrt. Die meisten Punkte für die alljährliche Vereinswertung hatte im Springsattel wieder einmal Karl-Georg Schäfer für den WRFC erritten.  Im Dressurviereck war Antje Hell –ebenfalls zum wiederholten Mal – die erfolgreichste Punktesammlerin.  Insgesamt ist die Zahl der aktiven Turnierteilnehmer im Dressursattel deutlich höher als die derjenigen im Parcours: Von den 22 erfassten Reitern mit Turniererfolgen waren 18 im Viereck unterwegs, zwei davon parallel auch im Parcours und eine Reiterin punktete sogar in allen drei olympischen Disziplinen, Dressur, Springen und Vielseitigkeit: Julia Thamm. „Wir freuen uns über so viele sportlich erfolgreiche Mitglieder und drücken jedem einzelnen von ihnen die Daumen für ihre weitere pferdesportliche Laufbahn“, betonte Dyckerhoff und gratulierte den Erfolgreichen.   

Gedanken des Vorstandes des WRFC

Präsidentin Kristina Dyckerhoff

 

„Ich gebe zu: es sind Tränen geflossen“

 

„Den 16. März 2020 werden wir alle nicht so schnell vergessen, wahrscheinlich nie. Wir – meine neun Vorstandskollegen beim Wiesbadener Reit- und Fahr-Club und ich. An diesem Tag haben wir einstimmig beschlossen, das LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden 2020 abzusagen. Am Wochenende zuvor waren die Ansteckungszahlen mit Corona in die Höhe geschnellt, das hat den letzten Ausschlag für unsere Entscheidung gegeben. Ich gebe gerne zu, dass in unserer 'Schaltzentrale', im Turnierbüro, einige Tränen geflossen sind. 

 

Im Vorfeld hatte ich mit einigen anderen Veranstaltern gesprochen, mit verschiedenen Personen aus der Sportszene und auch mit dem Ordnungsdezernenten der Stadt Wiesbaden – jeder hat gesagt, es sei zu früh, um abzusagen. Aber ich hatte etliche Verträge zum Unterschreiben auf dem Tisch liegen, von Zulieferern, Tribünen- und Zeltaufbauern und Caterern beispielsweise. Wir mussten entscheiden und im Nachhinein kann ich mit bestem Gewissen sagen: Es war die absolut richtige Entscheidung, so schwer sie auch gefallen ist. 

 

Normalerweise ist ab März im Turnierbüro täglicher Trubel, aber nach dem 16. März in diesem Jahr war alles anders. Im Regelfall bin ich täglich im Büro, aber in diesem Jahr habe ich bis Mitte Juni, das, was erledigt werden musste, von Zuhause aus gemacht.

 

Im Turnierbüro wollen immer, gerade in der Zeit vor Pfingsten, vier Aufgaben auf einmal erledigt werden und das Team mit Monika Lotz, Bettina Renneissen, Friedericke Stritter und mir ist ein eingespieltes Team. Jeder, weiß genau, wann er was zu tun hat. Das alles hat mir maßlos gefehlt.

 

Natürlich kam auch der Gedanke auf, das PfingstTurnier zu verschieben, aber den haben wir alle schnell wieder beiseite gelegt. Wir mussten das PfingstTurnier schon einmal verschieben, das war 2001 wegen der Maul- und Klauenseuche. Damals haben wir das Turnier in den September verlegt. Das war sicher ein schönes Turnier, aber es war eben kein PfingstTurnier. Das kam für uns alle nicht mehr in Frage.

 

An den Pfingsttagen selbst war jedes Vorstandsmitglied mal im Schlosspark, ist dort spazieren gegangen und hat sich seine Gedanken gemacht. Normalerweise hätten wir uns alle dort getroffen und zusammen ein 'rosa Wasser' getrunken, aber auch das war ja in diesen Tagen nicht möglich. Uli Schneider, der in jedem Jahr die PferdeNacht mit viel Herzblut organisiert, hat sich am Freitagabend vorgestellt, wie gefüllt die Tribünen im Schlosspark wären und wie sehr die Zuschauer das Schauprogramm genießen würden. Sponsoren haben Nachrichten geschickt und bedauert: 'Jetzt würde eigentlich gerade unsere Prüfung laufen.' Und ich bin etliche Male beim Einkaufen in Biebrich angesprochen worden, wie schade es ist, dass das PfingstTurnier nicht stattfindet. Das i-Tüpfelchen war 2020 dann noch das Pfingstwetter: Ohne Regen, ohne Sturm, allerbestes Turnierwetter. 70 Jahre lang ist das PfingstTurnier zuvor ohne Unterbrechung ausgetragen worden, aber 2020 war es einfach nicht möglich. Auch das Schlossparkturnier, das in jedem Jahr drei Wochen nach dem PfingstTurnier im Schlosspark ausgetragen wird, mussten wir in diesem Jahr absagen. Ebenso wie den Sternritt am zweiten Sonntag im Oktober. Es ist keine Frage: An das Jahr 2020 werden wir alle noch mit einem dicken Kloß im Hals denken.

 

Jetzt wollen wir aber nach vorne gucken. Im nächsten Jahr planen wir ein Turnier. Natürlich können wir heute noch nicht genau sagen, wie das aussehen und ablaufen wird. Aber wir freuen uns schon darauf und sind guter Dinge! 

Drücken Sie mit uns die Daumen, dass wir im kommenden Jahr gemeinsam und voller Freude den 84. Geburtstag des PfingstTurniers Wiesbaden feiern können.“

 

Dr. Hanns-Dietrich Rahn Vizepräsident WRFC

 

„Ich kenne und liebe unser Wiesbadener PfingstTurnier seit nunmehr 63 Jahren, ob als Zuschauer, diensthabender Arzt und/oder Vizepräsident. Das Treffen mit den aktiven  Reitern und den vielen Zuschauern ist für meine Familie und mich  Teil unseres Lebens. Pfingsten erstmals ohne Turnier – das tat richtig weh.“

 

 

Ulrich Schneider

 

„Nach der grandiosen 25. Pferdenacht 2019 kam der Schock und eine große Traurigkeit durch die notwendige Absage des PfingstTurniers 2020. Noch schlimmer wurde es, als ich hunderten Mitwirkenden für die 26. Pferdenacht absagen musste und deren große Enttäuschung hörte und spürte. Pfingsten ohne Turnier war für mich nach so vielen Jahrzehnten unfassbar, aber leider wahr. Doch der Enttäuschung wich bald der Blick nach vorne auf 2021. The show must go on, es lebe das PfingstTurnier.“

 

 

Maike Ruske

 

„Die Entscheidung, das Pfingstturnier 2020 abzusagen, war keine leichte Entscheidung. In aller Konsequenz war es aber die richtige Entscheidung. Ich hoffe auf ein Turnier 2021.“

 

 

Sabine Godawa

 

„Natürlich war ich sehr traurig über unsere wohlüberlegte Entscheidung. Das Pfingstturnier nimmt in unserer Familie viel Raum und Zeit ein, es vergeht selten eine Woche, an dem das Turnier nicht irgendwann Thema ist. Es war und ist schon eine sehr merkwürdige Zeit, aber die Gesundheit unserer Besucher, Teilnehmer und Mitarbeiter stand und steht für mich an erster Stelle.“

 

 

Isabelle Kettner

 

„Da wir als Vorstand sehr früh den Mut hatten unser Turnier abzusagen, was im Nachhinein auch richtig war, wurde mir erst an Pfingsten bewusst was mir gefehlt hat, nämlich die tollen Pferde vor der einmaligen Kulisse."

 

 

Albert Schäfer

 

„Ich freue mich jedes Jahr auf das Pfingstturnier als gesamte Veranstaltung, aber ganz besonders auf die Vielseitigkeit. Pfingsten ohne Turnier und ohne den wunderbaren Geländetag im Schlosspark – mir hat richtig etwas gefehlt. Umso größer ist die Vorfreude auf das nächste Mal, wenn Vielseitigkeit-Champions und Nachwuchsreiter durch den Schlosspark galoppieren."

 

 

Joachim Weiß

 

„Mit Blick auf das Infektionsgeschehen war mir schon früh im Jahr klar, dass es 2020 in Deutschland keine Großveran-staltungen geben wird. Die Absage des Pfingstturniers war für mich persönlich sehr traurig, da dieses schon seit Kindertagen ein fixer Termin in meinem Jahresablauf ist. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder möglich sein wird, ein Turnier in der wundervollen Kulisse des Biebricher Schlossparks zu veranstalten.“

 

 

Jochen Kettner

 

„Von Kindesbeinen an verbrachte ich Pfingsten im Schlosspark. Ich war unendlich traurig, das in diesem Jahr missen zu müssen. Mir fehlten die Pferde und Reiter vor der wunderschönen Kulisse des Biebricher Schlosses. Dennoch hielt ich die Entscheidung, das Turnier abzusagen,  die wir gemeinsam getroffen haben, für richtig, und hoffe, dass wir im nächsten Jahr ein Pfingstturnier in gewohnter Form haben werden.“

 

 

Gerhard Obermayr

 

„Die Absage des Pfingstturniers viel mir sehr schwer. 

Als ich dann das Pfingstwochenende zuhause bei schönsten Wetter verbrachte, wurde mir klar, dass ein kleiner Virus  Großes bewirken kann. Nun ja, blicken wir nach vorne.  Nun freuen wir uns umso mehr auf 2021,  hoffentlich wieder gutes Wetter und beste Stimmung!“

 

 

 

Norbert Reil

Der WRFC trauert um Norbert Reil, der Anfang 2020 verstorben ist. Wir durften ihn 38 Jahre zu unseren Mitgliedern zählen. 

Seine Teilnahme an unseren Hubertusjagden, die er sowohl als Bläser als auch als Reiter begleitet hat ist uns in Erinnerung sowie sein Engagement für hervorragende Bläsergruppen, die er immer wieder für uns engagiert hat und die unsere diversen Veranstaltungen im Jahreslauf musikalisch bereichert haben.

Besonders werden wir ihn bei der Vorbereitung des ökumenischen Gottesdienstes im Rahmen des PfingstTurniers vermissen, den er 24 Jahre federführend und mit großem Engagement organisiert hat.

Sein großes kulturelles Interesse und seine herzliche und humorvolle Art und haben ihn zum gern gesehenen Gast unserer Clubfahrten gemacht.

Wir haben einen Freund verloren!

 

Für den Vorstand

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