Wiesbadener Reit- und Fahr-Club e.V.

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Präsidentin: Kristina Dyckerhoff

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Sternritt am 14.10.18

Rekordbeteiligung beim Sternritt bei 25 Grad

„Wir hatten so viele Pferde, so viele Kutschen, so viele Zuschauer wie noch nie. Auf dem ganzen Platz vor dem Jagdschloss Platte wimmelte es, alle hatten sich zu diesem tollen Herbstfest versammelt.“ Monika Lotz sprudelte vor Begeisterung. Seit elf Jahren organisiert die Gute Seele des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs (WRFC) mit Hilfe eifriger Helfer den WRFC-Sternritt, noch nie war der Zuspruch so groß wie am vergangenen Sonntag.  136 Pferde hatten sich an diesem wahrhaft goldenen Oktobersonntag auf den Weg zum Jagdschloss gemacht – mit ihren Reitern, Fahrern oder sogar als Fohlen bei Fuß. Allein sechs Kutschen fuhren vor, vom Vierspänner bis zum Kaltblut-Gespann, das sich bereits morgens um 8.00 Uhr auf den Weg gemacht hatte. „Wir waren schon im vergangenen Jahr dabei“, strahlten die Fahrer, „und wollten unbedingt wieder mitmachen. Bis wir nach Hause kommen ist es fast dunkel, aber das macht gar nichts. Wir genießen mit unseren Pferden dieses tolle Erlebnis.“

Traditionell wurden alle Sternritt-Teilnehmer und -Zuschauer sehr herzlich von der Präsidentin des WRFC, Kristina Dyckerhoff, begrüßt und sowohl die Präsidentin als auch der Vize-Präsident Dr. Hanns-Dietrich Rahn ließen es sich nicht nehmen, ein dickes Dankeschön an Organisatorin Monika Lotz und ihre fleißige Helfertruppe auszusprechen. Eine weitere Premiere war der WRFC-Sternritt 2018 für Andreas Schuh, den Gemeindereferenten des Katholischen Pfarramts St. Bonifatius, und den Gemeindeassistenten Ruben Manger in Aktion. Zum ersten Mal hielt Schuh die Andacht, zum ersten Mal segneten diese beiden Herren alle angereisten Vierbeiner – vom 800 Kilo schweren Kaltblüter bis zum wenige Gramm wiegenden Zwergpinscher. Und vielleicht war es auch zum ersten Mal bei der gesprochenen Andacht so unglaublich ruhig vor dem Jagdschloss. Sehr persönlich waren die Worte des Gemeindereferenten, sehr nah an den Herzen der Pferdeleute, denn er hat eine reitende Tochter und weiß um die tiefe Bindung, die Pferdebegeisterte ihren Tieren entgegenbringen.  Nach zünftiger Stärkung bei Suppe mit Würstchen oder Brot und Spundekäs machten sich Vier- und Zweibeiner wieder auf den Heimweg – nicht ohne ihre WRFC-Sternrittnadel im Gepäck zu haben. Für viele war es schon die elfte Sternrittnadel, denn sie waren von Anfang an jedes Jahr dabei. Empfangen und verabschiedet wurden alle Sternritt-Besucher – wie in jedem Jahr – von den Bläsern des Kreisjägervereins Groß-Gerau. Viele Besucher, die ohne Pferde angereist waren, schlenderten danach ins Jagdschloss und genossen das exklusive WRFC-Sternritt-Bläser-Konzert. Per Handyaufnahme wurde dieses spezielle Konzertvergnügen sogar bis nach Frankreich geschickt. So kann der letzte geblasene Ton immer wieder nachhallen – bis zum WRFC-Sternritt 2019, wie immer am zweiten Sonntag im Oktober… (KiK/Equiwords)

2019

Reiter- und Kutschenkorso

Pferdenacht

Der ganze Freitag stand unter einem schlechten Stern, denn stündlich tagte der Krisenausschuss, ob man wegen des drohenden Unwetters die Pferdenacht absagen sollte – und damit ca. 20.000 Zuschauern diesen Eröffnungsshowtag vorenthalten sollte. Noch um 18 Uhr wurden sämtliche Zuschauer darum gebeten, das Gelände zu verlassen. Busse der Polizei standen vor den Toren der Einlässe, um die Menschen vor drohendem Gewitter zu schützen. Unter der Haupttribüne war großer Andrang, da es dort einen Blitzableiter gab. Es verlief alles ruhig aber zügig. Schlussendlich aber fand die Pferdenacht statt, allerdings bei starkem Regen. Allerdings fiel das Barrierespringen aus und wurde am Sonntag nachgeholt.

 

Das Connemara-Gestüt Kinzighausen mit seiner Show 'Crazy Animals' eröffnete die Party. Die Connemaras sind ideale Freizeitpartner, die wunderbar 'einen Tag im Tierreich' mit einem farbenfrohen Bienenschwarm in Szene setzten. Der Publikums-Liebling: Ein Riesen-Teddy hopste in Rockerkleidung im Galopp auf einem Shetlandpony im Motorrad-Outfit – Wiesbadens Zuschauer jubelten.

Ein Zweiergespann mit Shettyponys vor römischem Kampfwagen, ein Kanonen-Planwagen, ein stilvoller Vierspänner, hochelegante Einspänner, blumenverzierte Klassiker, Landwagen mit Zweiergespannen – das Kutschenbild ist so bunt, so vielfältig, so traditionell wie modern und gehört zu den absoluten 'Must Haves' bei Wiesbadens PferdeNacht. 

 

Im Rahmen der 25. PferdeNacht, im traditionellen Jagdbild, übergab Wolfhard Hoffmann in diesem Jahr den Staffelstab des Jagdherrn an Dr. Gerhard Obermayr. Obermayr hat erstmals das Jagdfeld bei der PferdeNacht angeführt, Hoffmann hat diese Ehre 15 Jahre mit Bravour erfüllt. Das Jagdbild mit Schleppenjäger, Meute und Jagdhornbläsern auf dem großen Springplatz, dazu die beginnende Flutlichtstimmung – Gänsehaut pur! 

 

Es wurde gediegener, getragen, sogar ein bisschen majestätisch bei der Vorführung der Barockreiter. Angereist vom Schwanenhof in Frankfurt mit traditionell gesattelten Pferden in historischen Kostümen – mit Lusitano-Hengsten, stolzen Friesen und Ponys, allesamt mit kunstvoll eingeflochtenen Mähnen. Versetzt in eine andere Zeit, eine andere Welt, eine ganz ergreifende 'Party'.

 

Working Equitation, 'Arbeitsreiten' ist aus dem Süden Europas zu uns 'herüber geschwappt'. 20 Reiter der WED (Working Equitation Deutschland e.v.) haben diese noch recht neue Turnierdisziplin demonstriert – mit ihren speziellen Dressurlektionen aus der Arbeit mit den Rindern und kniffligen Trailhindernissen. All das informativ und unterhaltsam kommentiert von Arnaud Petit im Sattel seiner Lusitano-Stute Danone.

 

300 Fackelträger rund um die PferdeNacht-Arena – das ist die romantische Art Wiesbadens Park zu erleuchten. Im Mittelpunkt: der Feuerreiter, Roland Heiß, und Hanna Gelzinnus an der Feuergarrocha. Das romantische Ende einer grandiosen Party, gekrönt mit pyrotechnischen Lichtbildern.

 

Im Rahmen dieser 25. Party wurde PferdeNacht-Organisator Uli Schneider geehrt: „Uli, wir wollen uns bei Dir bedanken – für 25 Jahre PferdeNacht!“, sprach WRFC-Präsidentin Kristina Dyckerhoff im Namen all ihrer Vorstandskollegen. „Mach weiter so!“ Von Vizepräsident Hanns-Dietrich Rahn wurde Uli Schneider ein Geschenk überreicht.

 

 

 

Vielseitigkeit

I

Michis' fünfter Streich in Wiesbaden

 

Deutlicher Vorsprung, klarer Sieg für Michael Jung im Preis der Familie Prof. Heicke, der Vier-Sterne-Vielseitigkeitsprüfung beim Longines PfingstTurnier Wiesbaden. Zum dritten Mal war diese Prüfung in Wiesbaden außerdem Station der internationalen Vielseitigkeitsserie Event Rider Masters (ERM). Gut 10.000 Zuschauer bejubelten die internationalen Topreiter im Geländekurs.

 

Nach 2009, 2010, 2011 und 2014 war der Sieg 2019 Jungs 'fünfter Streich' im Biebricher Schlosspark. Sein Partner in diesem Jahr: der elfjährige Hannoveraner Star Connection.

Nach sensationeller Dressur und drei Fehlern im Parcours, 'flutschte' Ingrid Klimkes SAP Hale Bob OLD nur so durch den technischen Wiesbadener Kurs.

Vor dem Gelände waren die Experten skeptisch, ob überhaupt ein Reiter die Aufgabe ohne Zeitfehler absolvieren könne. Am Ende gelang dieses Kunststück drei Reitern: Burton, Klimke und Sarah Cohen. Mit Treason hatte die Britin 2017 die Wiesbadener Vielseitigkeitsprüfung gewonnen, 2019 waren die beiden eins von drei Paaren, das fehlerlos durch den Park sauste. Im Endeffekt wurden sie Vierte – ein Paar, das sich offensichtlich sehr wohlfühlt mit Papageien, Menschen und Schlössern.

 

 

Veronika Dyckerhoff Gedächtnis-Preis

 

Im Sattel ihres EM-Partners von 2017, Hamilton, siegte Olympia-Kaderreiterin Josefa Sommer in dieser Vier-Sterne-Prüfung und strahlte: „Es macht total viel Spaß, wenn so viele Leute einem zujubeln und einen anfeuern.“ Der Kurs sei definitiv anspruchsvoll gewesen, betonte die zweifache Mutter. „Es sind viele Wendungen in der Strecke gewesen und die Sprünge sind nicht gerade niedrig, zumal man nicht so ins Galoppieren kommt wie auf weiteren Kursen, aber das macht Wiesbaden aus.“ Ihr Partner Hamilton, mit dem sie schon 2017 bei den Europameisterschaften in Strzegom dabei war, war energiegeladen als er auf seinen Start wartete.

 

Der 21-jährige Sportsoldat Robiné war zum zweiten mal in Wiesbaden am Start. „Mein Pferd ist normalerweise sehr cool, aber so eine Kulisse wie die Dressur vor dem Schloss, kennt er normalerweise nicht.“

Sommer hatte die Prüfung mit 36,1 Strafpunkten gewonnen, Robiné folgte mit 46,1 Strafpunkten. 11,6 davon sammelte der erfolgreiche Darmstädter durch die Zeit, die in jedem Jahr eine Herausforderung in Wiesbadens Kurs ist. Sommer war im Veronika Dyckerhoff Gedächtnis-Preis klar die beste im Gelände mit nur 1,6 Zeit-Strafpunkten – eine tolle Leistung!

 

Bundestrainer Hans Melzer ist schon viele Jahre ein Wiesbaden-Fan, seit diesem Jahr noch ein bisschen mehr: „In Wiesbaden ist es wie in Aachen. Hier ist die Vielseitigkeit integriert in ein Top-Turnier mit Dressur und Springen. Da kann man nicht 60 oder 70 Paare am Start haben. Da waren die rund 30 Paare optimal.“ Und zu dem Zuschauerandrang in Wiesbadens Gelände erklärte Melzer: „Das war unglaublich! Tolles Starterfeld, tolle Atmosphäre – in Wiesbaden finde ich es in der Zusammensetzung absolut perfekt.“

 

 

 

Springen

Mehr Prüfungen, mehr Startmöglichkeiten, mehr Startplätze beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden.

 „Wir sind in diesem Jahr noch breiter aufgestellt als in den Vorjahren“, freut sich Michael Krieger, verantwortlich für die Springprüfungen beim LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden. „Zu der 1,40-Meter-Tour, die wir schon in den vergangenen Jahren angeboten haben und die sehr gut angenommen wurde, können wir in diesem Jahr beim 83. PfingstTurnier noch zusätzlich wieder die Youngsterprüfungen für sieben- und achtjährige Pferde anbieten.“ Hinzu kommen natürlich die traditionelle Große Tour mit dem Höhepunkt am Pfingstmontag, dem LONGINES Grand Prix, dem Großen Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden, und die Mittlere Tour mit den Springprüfungen auf 1,45-Meter-Höhe.

 

Lotto-Hessen-Preis

Es gibt viele Pferde, die den Biebricher Schlosspark lieben – der zehnjährige Solero gehört dazu. Er hat schon siebenjährig die Youngster-Tour im Schlosspark gewonnen, drei Jahre später hat er die Ehrenrunde des Lotto-Hessen Preises angeführt. „Er ist ein richtiger Gewinner!“, freut sich Jörne Sprehe. „Und er liebt große Plätze.“ Am dichtesten war der ebenfalls zehnjährige Primus mit David Will der Siegerin auf den Fersen: 63,39 Sekunden. Die Luxemburgerin

Charlotte Bettendorf platzierte sich mit der 14-jährigen Franzosenstute Raia d'Helby in 64,78 Sekunden auf dem dritten Platz.

 

Preis des Hessischen Ministerpräsidenten

Der Sonntag war ein 'Genusstag' beim 83. LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden – 15.000 Zuschauer waren im Sonnenschein in den Biebricher Schlosspark gepilgert. Unter Ihnen: Der Hessische Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth, der stellvertretend für den Ministerpräsidenten Siegern und Platzierten im Hauptspringen des Tages, im Preis des Hessischen Ministerpräsidenten, gratulierte. „Ich bin wirklich begeistert von diesem

Turnier und dieser spannenden Prüfung. Ich möchte den Reitern, dem Veranstalter und auch den vielen ehrenamtlichen Helfern ganz herzlich zu dieser Veranstaltung gratulieren.“

Es siegte Harrie Smolders im Sattel von Zinius. „Zinius ist zwar schon 15, aber er hat immer noch jugendlichen Elan“, freute sich der Niederländer über seinen Sportpartner und grinste. In flotten 43,88 Sekunden beendete das Siegerpaar den Stechparcours und war damit mehr als eine Sekunde schneller als die Zweitplatzierten.

 

Über ihren zweiten Platz schien die Reiterin selbst fast ein wenig verblüfft. „Für mich ist ein Traum wahr geworden“, gestand schüchtern die 28-jährige Japanerin Hikari Yoshitzawa. „Ich bin noch nie vor so vielen Zuschauern geritten. Für mich ist es eine Ehre, hier reiten zu dürfen und dann auch noch Zweite hinter Harrie zu werden – absolut ein Traum!

 

 

 

 

 

 

Der Große Preis 

Longines Grand Prix - Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden

US-Sieg nach 43 Jahren

 

Der "LONGINES Grand Prix 2019, Großer Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden", ist entschieden: Die 22-jährige Chloe Reid hängte die Weltspitze in Wiesbaden ab und gewann im Sattel von Luis P.
43 Jahre haben die US-amerikanischen Springreiter auf einen Sieg in der hessischen Landeshauptstadt gewartet. Buddy Brown war der letzte US-Sieger im Jahr 1976. Jetzt wäre Wiesbadens Großer Preis fast sogar mit einer US-Doppelspitze ausgegangen. 37 Starter aus 13 Nationen waren in diesem Großen Preis am Start, davon hatten sich 13 für das Stechen qualifiziert.

Der Jüngste im Stechen, der 21-jährige Lucas Porter aus den USA, setzte seine Kollegen mächtig unter Druck. Mit fehlerfreiem Stechparcours in 48,08 Sekunden übernahm er als fünfter Teilnehmer im Stechen die Führung. Vier Reiter später toppte seine Landsmännin, Chloe Reid, seine Vorlage und übernahm den Spitzenplatz. 47,97 Sekunden brauchte die 22-Jährige mit dem zehnjährigen Luis P. Aber der 'Große-Preis-Krimi' war noch nicht vorbei. Charlotte Bettendorf aus Luxemburg setzte mit Hope Street alles auf eine Karte: Es sah verdammt knapp aus - am Ende wurde die 30-Jährige Zweite.
Die zweitplatzierte Charlotte Bettendorf war mächtig stolz auf ihre zehnjährige Stute, denn es war erst der zweite Vier-Sterne-Grand Prix.

 

 

 

 

Dressur

Neues Turnierkonzept beim PfingstTurnier mit Prüfungen für internationale Dressur-Nachwuchspferde und erneut mit dem Piaff-Förderpreis

 

Das Internationale Wiesbadener PfingstTurnier und der Spitzen-Dressursport haben eine lange gemeinsame Geschichte. Wichtiges Kapitel in dieser Geschichte ist der 'Nachwuchs'. Dem Nachwuchs blieb auch das 83. Internationale Wiesbadener PfingstTurnier treu – mit einem großen Unterschied. In diesem Jahr wurde das romantische Dressurviereck vor dem Biebricher Schloss nicht Bühne für die Zweibeiner, sondern erstmals für die Vierbeiner.

 

Internationale Dressurprüfungen für fünf-, sechs- und siebenjährige Dressur-Nachwuchspferde standen auf dem Programm.

„Bei uns im Schlosspark können sich die Spitzen-Nachwuchspferde auf herrlicher Bühne präsentieren und  internationalen Richtern und einem sehr fachkundigen Publikum zeigen.,“ sagte Isabell Kettner, die für die Dressur verantwortlich ist.

Für die internationalen Dressurreiter bedeutet das: Sie konnten 2019 erstmals mit sechs Pferden im Biebricher Schlosspark an den Start gehen – zwei für die beiden Großen Touren, ein Pferd für die Kleine Tour und drei für die neuen Nachwuchs-Prüfungen.

Außerdem waren die U25-Reiter zurück im Schlosspark: In diesem Jahr kehrte der Piaff-Förderpreis für Deutschlands beste U25-Reiter wieder nach Wiesbaden zurück.

 

Meggle Champion of Honnour

Dorothee Schneider erneut mit Bestnoten

Vor der herrlichen Kulisse des Schloss Bieberich in Wiesbaden feierte die außergewöhnliche internationale Dressurserie MEGGLE Champion of Honour die zweite Station ihrer inzwischen fünften Saison. Und einmal mehr überzeugte die Pferdewirtschaftsmeisterin und Championatsreiterin Dorothee Schneider, die bereits zwei Mal die Gesamtwertung und somit den prestigeträchtigen Titel MEGGLE Champion of Honour over all für sich in Anspruch nehmen durfte.

 

Die Jury war zusammengesetzt aus Franz-Peter Bockholt (Steward), Rolf Henn (Ausbilder) und Robert Kuypers (Richter). Nach dem Schulnotensystem wurden - wie bei allen Stationen der Serie - Fairness, unsichtbare Einwirkung, Erscheinungsbild und Ausstrahlung, der Umgang mit dem Pferd außerhalb der Prüfung, Gesamtharmonie in der Vorbereitungszeit sowie Kollegialität mit den anderen Reitern bewertet. Dorothee Schneider erhielt eine Gesamtnote von 1,14. Insgesamt ging es auf dem Wiesbadener Dressurviereck überaus harmonisch zu, denn auch der zweitplatzierte Matthias Alexander Rath (1,36) und die Dritte Bernadette Brune (1,47) wurden im „sehr guten“ Bereich gesehen.


 

Grand Prix Special

 

Zum 13. Mal siegte Isabell Werth in Wiesbaden beim Grand Prix Special mit dem erst neunjährigen Quantaz. Das hat kein anderer Reiter auch nur annähernd geschafft. Zweite wurde Dorothee Schneider auf ihrer Stute Pathetique.

 

Longines Grand Prix Kür - präsentiert durch Henkell trocken

Zwölf Reiter-Pferd-Paare in herrlicher Harmonie, ein lauer Sommerabend, 9.500 Zuschauer, das beleuchtete Schloss, Musik, der Tanz der Pferde – die LONGINES Grand Prix Kür präsentiert durch Henkell-Trocken 2019.

„Heute Abend konnte ich mich nicht entscheiden, was mir mehr Spaß gemacht: Gestern bei der Geländestrecke mit Bobby durch diesen Park zu flitzen oder heute Abend hier die Kür zu reiten“, strahlte Ingrid Klimke nach ihrer Kür mit dem elfjährigen Hengst Franziskus. „Und

Franz war heute heilig: Er hat so toll zugehört, es hat so einen Spaß gemacht!“ Mit 80,68 Prozent wurde dieser Ritt belohnt – das war der Sieg! Der erste Sieg für Ingrid Klimke in Wiesbadens Flutlicht-Kür. Und die Kür, die das Siegerpaar zeigte, war schwer: bewertet zwischen 9,4 und 9,6 von 10 im Schwierigkeitsgrad. Ein Highlight: 29 fehlerfreie Galoppwechsel von Sprung zu Sprung und das auch noch auf gebogener Linie – ein Hammer!

 

 

 

Voltigieren

Die Pas de Deux-Voltigierer Diana Harwardt und Peter Künne waren noch nie beim PfingstTurnier am Start. Im vergangenen Jahr ist das Paar noch Vize-Europameister der Junioren geworden, 2019 sind sie das erste Mal bei den Senioren dabei. „Wir sind so froh, dass wir hier in Wiesbaden starten dürfen“, sprach Künne für beide. „Wir waren noch nie auf einem Outdoor-Voltigierturnier, das sind ganz andere Bedingungen und eine unglaubliche Atmosphäre. Das spornt uns noch mehr an.“ Angespornt zum Sieg – Im Robin Hood-Trikot zu klassischer Musik gewann das Paar beide Umläufe souverän.  

Eddie the Eagle, Abba, Robin Hood und Tomb Raider – das sind Wiesbadens Voltigier-Promis, die großen Sieger der Voltigierwettbewerbe 2019 beim 83. LONGINES PfingstTurnier Wiesbaden. Vier Disziplinen mit je zwei Umläufen wurden gezeigt, einmal unter Flutlicht, einmal im Sonnenschein, Tausende von Zuschauern, euphorische Begeisterung wie in einem Fußball-Station! Jolina Ossenberg-Engels war das fünfte Mal im Schlosspark am Start, aber das erste Mal als Einzelvoltigiererin. Die 22-jährige Psychologie-Studentin turnte ihre Kür in Anlehnung an die Actionlady Tomb Raider, gewann Runde eins mit der Wertnote 8,529, wurde in der zweiten Runde Dritte mit 8,045, was ihr für den Gesamtsieg mit 8,288 reichte. An der Longe stand die stolze Mutter und Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels, die stolz erklärte: „Die Stimmung, die Atmosphäre und die Leistung von Jolina – das alles hat uns umgehauen.“ Bei den Herren dominierte Eddie the Eagle, alias Jannis Drewell. Der 27-jährige Sportsoldat musste sich in der ersten Runde noch mit Platz zwei zufrieden geben. In der zweiten Runde trumpfte der Europameister von 2015mit der Wertnote 8,769 auf und siegte mit einer Gesamtwertung von 8,603.        

Schlossparkturnier

Ein riesiger Baum, ein kreisrunder Schatten – genau der richtige Platz für den Führzügel-Wettbewerb des jüngsten Reiternachwuchses beim Schlossparkturnier in Wiesbaden-Biebrich.

 

„Das war so ein tolles Bild“, ist Albert Schäfer vom Organisationsteam des Turniers begeistert. „Mitten auf dem großen Springplatz dieser Schattenplatz für die Jüngsten.“

Zwischen vier und zehn Jahren waren die aufgeregten Reiterkinder, die bei dem geführten Reitwettbewerb an den Start gingen. Die Führenden, ebenso aufgeregt wie die Prüflinge, waren meist die Mütter oder Väter, die nicht selten selbst zuvor am Start waren. So zum Beispiel Peter Reichel, Mitglied im Wiesbadener Reit- und Fahr-Club (WRFC). Er selbst war der erfolgreichste Springreiter der Region an diesem Wochenende im Schlosspark, Töchterchen Nele wurde stolze Dritte beim Führzügel-Wettbewerb und Vater Reichel jubelte.

 

Es war heiß am Wochenende, auch im Biebricher Schlosspark, aber vielleicht war die Hitze nirgendwo besser zu ertragen als genau dort: mit den vielen riesigen Bäumen zum Schatten spenden, mit zwei Abspritzplätzen für die Pferde und acht Wasserhähnen zum Wasser zapfen, mit jeder Menge gekühlter Getränke für die Reiter und immer einer leichten Schlosspark-Brise. „Wir hatten in diesem Jahr schon deutlich kleinere Starterfelder durch die Hitze und durch zwei Parallelturniere in der Region“, erklärt Schäfer. „Aber die, die da waren, haben das Turnier in vollen Zügen genossen. Die Bedingungen waren spitze und die Stimmung sehr fröhlich und entspannt.“

 

Traditionelles Highlight des Turniers war erneut das Mannschafts-Springen auf M-Niveau. Die Reiter der Teams fiebern miteinander, wenn ihre Teamkollegen am Start sind. Nur einen einzigen Zeitfehler leistete sich das Team des WRFC und siegte zum dritten Mal in Folge. Im Team ritten Marie-Isabell Wink, Karl-Georg Schäfer, Detlef Sonnenberg und der erfolgreiche Peter Reichel. Platz zwei ging an die Mannschaft des Kreisreiterbundes Lahn-Taunus mit Franziska Müller, Riana Eisenmenger und Michael Gombert. Die sportlich anspruchvollste Prüfung war das Zwei-Sterne-S-Springen mit Siegerrunde. Ein einziger Reiter schaffte den entscheidenden schweren Parcours mit nur einem Abwurf: Janusz Kuhn von der Reitsport-Gemeinschaft Fasanenhof im Sattel der niederländischen Stute Cavalie.

 

Nächstes Jahr feiert die 'kleine Schwester' des PfingstTurniers ihren ersten runden Geburtstag: Das zehnte Schlossparkturnier lädt wie immer drei Wochen nach dem Longines PfingstTurnier Wiesbaden die regionalen Reiter aufs internationale Parkett.

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© Friedericke Stritter-Arnds